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Kanal-TV-Inspektion in Berlin: Kosten, Vorgehen und Dichtheitsprüfung verständlich erklärt

29. Oktober 2026· 7 Min. Lesezeit
KI-generiertes Bild: Ein Techniker senkt eine Kanalkamera in einen offenen Revisionsschacht im Keller eines Berliner Altbaus, neben ihm zeigt ein Monitor das Live-Bild aus dem Abwasserrohr

Mit einer Kanal-TV-Inspektion sehen Sie, in welchem Zustand die Leitungen unter Ihrem Gebäude wirklich sind: ob etwa Wurzeln oder Ablagerungen den Rohrquerschnitt einengen. Zwei Fragen stellen Eigentümer dabei fast immer: Mit welchen Kosten ist zu rechnen, und genügt die Kamera, oder ist zusätzlich eine Dichtheitsprüfung fällig? Kurz gesagt: Die Kamera zeigt, wo und welcher Schaden vorliegt. Dass die Leitung dicht ist, belegt nur eine Dichtheitsprüfung.

Was die Kanal-TV-Inspektion zeigt und was nicht

Bei der Kanal-TV-Inspektion schiebt der Techniker einen Kamerakopf durch das Abwasserrohr. Sie verfolgen das Bild direkt am Monitor, gleichzeitig wird es gespeichert. Ein Meterzähler dokumentiert, an welcher Stelle sich ein Befund befindet. In Hausanschlüssen und Grundleitungen unter dem Keller arbeitet man in der Regel mit Schiebekameras, deren Kopf sich schwenken lässt. Häufig ist im Kamerakopf ein Ortungssender eingebaut. So kann man eine Schadstelle anschließend von der Oberfläche aus eingrenzen – bei einer Reparatur muss dann nur an dieser Stelle aufgegraben werden.

Folgende Befunde bringt eine TV- bzw. Kamera-Inspektion in der Regel ans Licht:

  • Beläge aus Fett, Kalk oder Urinstein, die den Rohrquerschnitt verkleinern und Verstopfungen fördern
  • Wurzeln, die an Rohrverbindungen und durch Risse eindringen
  • Versätze, abgesackte Bereiche und Abschnitte mit Gegengefälle, in denen Wasser stehen bleibt
  • Risse, Scherbenbildung und Korrosion in älteren Ton-, Beton- oder Gussrohren
  • Hineinragende Zuläufe sowie Fremdkörper, zum Beispiel Mörtelreste

Die Kamera erfasst ausschließlich die Innenseite des Rohrs. Eine Muffe kann auf dem Bild einwandfrei wirken und dennoch Wasser durchlassen. Haarrisse unter einer Belagschicht bleiben unsichtbar. Den Nachweis, dass eine Leitung tatsächlich dicht ist, liefert daher nur eine Dichtheitsprüfung.

Kamera-Inspektion oder Dichtheitsprüfung – was brauchen Sie?

Kanal-TV-Inspektion

  • Macht Zustand, Position und Art von Schäden sichtbar
  • Deckt die Ursache immer wiederkehrender Verstopfungen auf
  • Bietet Video und Meterangaben als Basis für die Reparatur
  • Gibt keine sichere Aussage darüber, ob die Leitung dicht ist

Dichtheitsprüfung

  • Testet mit Wasser oder Luft, ob die Leitung dicht hält
  • Resultat: bestanden oder nicht bestanden, schriftlich protokolliert
  • Verrät nicht, an welcher Stelle und aus welchem Grund sie undicht ist
  • Wird etwa beim Neubau, nach einer Sanierung oder in Wasserschutzgebieten verlangt

Dichtheitsprüfung: Anlässe und Ablauf

Für die Kanal-Dichtheitsprüfung wird ein Leitungsabschnitt an beiden Seiten mit Absperrblasen abgedichtet. Anschließend füllt man ihn mit Wasser oder setzt ihn unter Luftdruck. Während einer definierten Prüfzeit wird kontrolliert, ob Wasserstand oder Druck stabil bleiben. Als technische Grundlage dient bei neu verlegten Leitungen die DIN EN 1610, bei bestehenden Grundstücksentwässerungen die DIN 1986-30. Zum Abschluss erhalten Sie ein Prüfprotokoll, das Sie beispielsweise einer Behörde oder einem Kaufinteressenten vorlegen können.

Häufige Gründe für eine Dichtheitsprüfung sind: - ein Neubauprojekt - die Abnahme im Anschluss an eine Sanierung - ein Grundstück innerhalb eines Wasserschutzgebiets - gewerblich anfallendes Abwasser - ein Hausverkauf, bei dem der Käufer Gewissheit haben möchte Auch feuchte Kellerwände oder Absenkungen im Hof können Hinweise auf eine undichte Leitung sein.

Prüfpflicht in Berlin: Wer gibt Auskunft?
Liegt Ihr Grundstück in einem Wasserschutzgebiet, ist in Berlin die Wasserbehörde des Landes die richtige Stelle. Fragen zum Anschluss an den öffentlichen Kanal beantwortet der örtliche Abwasserbetrieb. Halten Sie für die Anfrage Ihre Adresse und, falls vorhanden, den Entwässerungsplan bereit.

Lassen Sie zuerst die Kamera und danach die Druckprüfung durchführen. Sind bei der Befahrung schon Risse oder Wurzeln zu sehen, wird die Leitung die Prüfung ohnehin nicht bestehen. In diesem Fall investieren Sie zuerst in die Reparatur und lassen erst anschließend prüfen. Achten Sie außerdem auf die Begriffe im Angebot: Umgangssprachlich wird auch eine reine Kamera-Inspektion häufig als Dichtheitsprüfung bezeichnet. Fragen Sie daher konkret nach, ob eine Druckprüfung mit Protokoll inbegriffen ist.

Kosten der Kanal-TV-Inspektion: Wovon sie abhängen

Pauschale Preise aus dem Netz bringen Ihnen wenig, denn kaum ein Einsatz gleicht dem anderen. Eine Befahrung über einen gut erreichbaren Revisionsschacht ist ein völlig anderer Auftrag als eine verschlammte Grundleitung hinter einer verkleideten Kellerwand.

Kostenfaktoren bei Kanal-TV-Inspektion und Dichtheitsprüfung

Was den Preis beeinflusstWirkungWoran Sie es erkennen
Zugang zur LeitungFehlt eine Revisionsöffnung, muss ein Zugang hergestellt werden, zum Beispiel über WC oder BodenablaufIst im Keller ein Schacht oder eine Reinigungsöffnung vorhanden?
VorreinigungMassive Ablagerungen müssen vor der Befahrung ausgespült werdenFließt das Wasser träge ab, gab es schon Verstopfungen?
Länge und VerzweigungLange Leitungswege und zahlreiche Abzweige erfordern mehr BefahrungszeitGebäudegröße, Anzahl der Fallleitungen, Entfernung zur Straße
Umfang der DokumentationEin Bericht mit Video und Schadenskodierung erfordert Zeit für die AuswertungBenötigen Sie den Befund für Versicherung, Verwaltung oder Verkauf?
Ortung der SchadstelleDas Einmessen von der Oberfläche ist ein zusätzlicher ArbeitsschrittIst später ein gezieltes Aufgraben oder eine Sanierung geplant?
DruckprüfungAbsperren, Befüllen und Protokollieren bilden einen eigenen ArbeitsgangVerlangt ein Amt oder ein Käufer ein Prüfprotokoll?
EinsatzzeitNachts, am Wochenende oder an Feiertagen gelten in der Regel andere SätzeHandelt es sich um einen Notfall, oder ist der Termin planbar?

Absichtlich ohne Preise: Die genauen Kosten nennt der Betrieb nach der Vorabklärung.

Die meisten unerwarteten Posten auf der Rechnung entstehen durch die Vorreinigung. In einem Rohr voller Fett oder Schlamm zeigt die Kamera vor allem den Belag, Risse dagegen nicht. Besprechen Sie daher im Vorfeld, ob eine Spülung anfallen könnte und wie diese abgerechnet wird. Klären Sie auch, was Sie am Schluss bekommen: nur eine mündliche Einschätzung oder einen Bericht mit Video und Schadenskodierung nach DIN EN 13508-2.

So läuft der Termin vor Ort ab

Von der ersten Anfrage bis zum Ergebnis

  1. Telefonische Vorabklärung
    Sie beschreiben die Symptome, das Alter des Gebäudes und die vorhandenen Zugänge. Daraus lässt sich ableiten, ob die Kamera genügt, ob vorgereinigt werden muss und welcher Preis realistisch ist.
  2. Zugänge freiräumen
    Revisionsöffnungen, Schächte und Bodenabläufe sollten gut erreichbar und der Keller begehbar sein. Liegt ein Entwässerungsplan vor, ist er eine wertvolle Hilfe.
  3. Vorreinigung, falls nötig
    Starke Ablagerungen werden vorab per Hochdruck herausgespült.
  4. Befahrung und Ortung
    Die Kamera fährt die Leitung entlang. Auffällige Stellen werden mit Meterangabe festgehalten und bei Bedarf von oben lokalisiert.
  5. Auswertung und Empfehlung
    Ihnen werden die Aufnahmen gezeigt und der Befund erläutert. Außerdem erhalten Sie eine Empfehlung: nichts unternehmen, reinigen, fräsen oder sanieren.

Solange die Kamera unterwegs ist, sollte im Gebäude möglichst kein Wasser fließen. Ablaufendes Dusch- oder Spülwasser trübt die Sicht und spült Details weg. In Mehrfamilienhäusern ist deshalb ein kurzer Hinweis für die Bewohner sinnvoll. Klären Sie zudem, an welcher Stelle die Leitung das Grundstück verlässt. Die Trennlinie zwischen privater Leitung und öffentlichem Kanal bestimmt mit, wer für einen Schaden aufkommt.

Sonderfälle: Fettabscheider, Hebeanlagen und große Kanäle

Gastronomie und Fettabscheider

In Restaurants und Großküchen lagert sich in der Leitung zwischen Spülküche und Fettabscheider nach und nach ein Belag ab. Fett wird im kühlen Rohr fest, Speisereste haften daran, und der Querschnitt schrumpft immer weiter. Die Kamera macht sichtbar, wie stark der Belag ist und ob eine Spülung genügt oder harte Krusten gefräst werden müssen. Für den Abscheider selbst schreibt die DIN 4040-100 regelmäßige Generalinspektionen vor, die auch eine Dichtheitsprüfung umfassen.

Gebäude mit Hebeanlage

Befinden sich Kellerräume unter der Rückstauebene, befördert häufig eine Hebeanlage das Abwasser nach oben. Fällt sie immer wieder aus, ist nicht zwangsläufig die Pumpe schuld. Ablagerungen oder Fremdkörper im Zulauf können die Anlage ebenfalls überlasten. Eine Kamera-Inspektion der Zulaufleitung zeigt, ob die Ursache im Rohr oder in der Anlage liegt. Die Wartung der Hebeanlage nach DIN EN 12056-4 kann diesen Blick in die Leitung nicht ersetzen.

Große Kanäle und Industrie-TV

Auf Gewerbe- und Industrieflächen sind die Leitungen länger und im Durchmesser größer. Dort nutzt man fahrbare Kameras, die per Fernsteuerung auch lange Haltungen zwischen zwei Schächten abfahren. Entsprechend höher ist der Aufwand für Absperrung und Dokumentation. Klären Sie deshalb vorab, welche Haltungen befahren werden und in welcher Form Sie die Dokumentation erhalten.

Nach dem Befund: reinigen, fräsen oder sanieren?

Welche Maßnahme nach der Inspektion folgt, hängt vom Befund ab: - Weiche Ablagerungen und Schlamm lassen sich in den meisten Fällen per Hochdruckspülung entfernen. - Harte Kalk- oder Fettkrusten, eingewachsene Wurzeln und hineinragende Zuläufe trägt man mit einer Fräse ab. Eine anschließende Kontrollbefahrung zeigt, ob das Rohr wieder frei ist. Bei Wurzeln behebt das Fräsen im Kanal nur das Symptom. Wird die Verbindung nicht saniert, wachsen die Wurzeln meist erneut ein.

Bei Rissen oder Absackungen ist eine Kanalsanierung notwendig. Abhängig vom Schaden genügt eine punktuelle Reparatur, oder es wird ein Inliner auf ganzer Länge eingezogen. Grundlage dafür ist die optische Kanal-TV-Inspektion: Sie lokalisiert die betroffene Stelle, sodass sich Sanierungsangebote vergleichen lassen. Nach Abschluss der Arbeiten dokumentiert sie zudem die Ausführung. Hausverwaltungen greifen auf diese Unterlagen zurück, um Maßnahmen gegenüber Eigentümern nachvollziehbar zu begründen.

Bei AAA-Abfluss Rohrreinigungsfirma rückt Inhaber Martin Schlaffer persönlich an. Kamera und Hochdruckspülung hat er im Fahrzeug, dazu eine Fräse. Der Betrieb arbeitet seit 2019 in Berlin und Umgebung und ist auch für Hausverwaltungen tätig. Im Vorfeld erhalten Sie eine kostenlose telefonische Beratung mit Ferndiagnose. Innerhalb Berlins fallen keine Anfahrtskosten an, und der vorher genannte Preis steht auch so auf der Rechnung.

Befund unklar oder Verstopfung kommt immer wieder?
AAA-Abfluss Rohrreinigungsfirma bespricht mit Ihnen, ob eine Kamera-Inspektion lohnt, und nennt Ihnen den Preis, bevor es losgeht.
030 466 99 542

Kanal-TV-Inspektion in Berlin: zuerst beraten lassen

Beschreiben Sie AAA-Abfluss Rohrreinigungsfirma Ihr Anliegen unter 030 466 99 542. Sie erfahren im Voraus, welche Untersuchung sinnvoll ist und welche Kosten entstehen.

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